Die zunehmende Mobilität in den meisten Berufen lässt die Hotels zu wahren Hot-Spots der Kreativökonomie aufsteigen. Als nächstes werden auch die Räume dazu entwickelt um ideale Arbeitsbedingungen für Business-Nomaden zu schaffen. Dazu müssen Hotels sich entscheiden ob sie zu „online“ oder „offline“ Hotels werden. Online, also im Gedankenstrom der Kreativökonomie, mit seiner Wertschöfpung basierend auf Menschen die Raum zur Begegnung und Inspiration suchen. Diese Hotels werden zur erweiterten Wohnung und zum ausgelagerten Büro. Online bedeutet vernetzt, Alltag, Technologie, Raum für Work, Platz für Austausch.. Offline Hotels sind entnetzt, bieten Auszeit, Fenster mit Ausblick statt Windows mit Einblick.
Hotels als Lernraum
Konferenzen, Seminare, Workshops; Brainstormings, Inspiration, Austausch: Das Alles findet schon heute in Hotels statt, und wird mehr. Räume die es zum Lernen in der modernen Business-Welt braucht hat dem entsprechend der Schindlerhof (www.schindlerhof.de) in Nürnberg entwickelt. Die Eigentümer, Klaus und Renate Kobjoll, haben ihr ganzes Hotel auf den Seminarbetrieb ausgerichtet. Alles wurde nach Feng Shui für optimale Lern-Bedingungen geplant. Düfte, Farben und Musik unterstützen die Teilnehmer an Seminaren bei ihren Fortschritten. Auch Orte und Momente der Stille und Einkehr sind eingeplant, da dies zum Verdauen des Wissens große Bedeutung hat. Ganz selbstverständlich sind alle technischen und ergonomischen Anforderungen erfüllt. Da Klaus Kobjoll selbst unzählige Workshops im Jahr hält weiß er offensichtlich worauf es ankommt.
Das wahre zu Hause für Business-Nomaden
Exakt auf die Ansprüche einer mobilen Arbeitswelt hat sich „The Hoxton“ Hotel (www.thehoxtonhotel.com) in Mitten Londons eingestellt. Dort findet man 7 designte Meeting-Rooms unterschiedlicher Größe, mit allen modernen Standards. Zusätzlich kann man sich aber auch „private offices“ anmieten, für schon 19 Pfund am Tag. In diesen nutzt der geschäftige Nomade einen Schreibtisch, drahtloses Internet und einen Fernseher. Um sich zu erfrischen hat das „privat office“ auch ein eigenes Badezimmer. Der Traum für viele Arbeits-Reisende: Ein Arbeitsplatz für Unterwegs mit Hotelservice.
Ein klar auf Zukunft programmiertes Konzept findet man im „Nordiclight Hotel“ (www.nordiclighthotel.com) in Stockholm. Dort gibt es nicht nur Mood-Rooms (siehe Styles), sonder Meetingräume die intelligent nach der Nutzung selektiert werden können. Auf der Suche nach einem Besprechungs-Raum wird man als erstes nach dem Zweck der Zusammenkunft gefragt. Je nachdem gibt es dann Räume für „buy & sell“, „create & produce“, „learn & deveolop“, „network & cooperation“ sowie „reward & motivate“. Dieses Konzept begegnet den Anforderungen an das mobile Arbeiten der Zukunft treffsicher. Der Zweck des Meetings wird mit dem dafür am besten geeigneten Raum verknüpft, was letztlich die Produktivität enorm steigert. Weiters gehören Empfehlungen zum Ablauf und der richtigen Verpflegung zum ganzheitlichen Konzept des Hotels. Im Bedarfsfall können sogar die Trainer oder Moderatoren bei der Reservierung der Räume gebucht werden.
Trendfazit: Hotels avancieren zu den Hotspots der kreativen Klasse. Sie sind Zufluchtsort für Business-Nomaden und Treffpunkt für Meetings. Und schon längst sind Hotels die Lernzentren der Wissensökonomie. Noch scheinen die meisten Hotels diese Tatsache nur mit normalen Seminarräumen zu quittieren. Die Anforderungen an die Arbeit der Zukunft verändern sich jedoch fundamental: Kreativität, Inspiration sowie das spielerische Lernen rücken in den Fokus unserer Ökonomie. Die Umgebung beeinflusst den Inhalt von Meetings und Seminaren intensiv, was zur absoluten Zukunftschance für innovative Hotelbetriebe wird.
