Archiv für die Kategorie ‘New Work’

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Indien, eine Supermacht der anderen Art

November 13, 2008

Eine Wirtschaftsmission brachte mich im November 2008 nach Indien. Eine Reise mit gemischten Gefühlen: Das europäische Bild von Indien ist das einer aufstrebenden Supermacht – aber ist es wirklich so? Die schiere Größe der Nation ist gigantisch: 1,2 Milliarden Menschen leben in dem Land, das nebst den Metropolen aus ca. 600.000 Dörfern besteht. Doch hier beginnt das Bild auch schon zu bröckeln. Nur knapp 300.000 diese Dörfer sind überhaupt mit Strom versorgt. Schauen wir also etwas genauer hin, wenn wir über Indien sprechen. 

 

Immer mehr Inder in der Mittelschicht
300.000.000 (Dreihundertmillionen) Inder zählen zur so genannten Mittelschicht. Doch Vorsicht. In Indien spricht man von der Mittelschicht ab einem Haushaltseinkommen von rund 4-5.000,- US Dollar. Und Haushalte haben für uns mittelalterliche Strukturen, und bestehen aus 4-5 Personen pro Haushalt. Die Familie zählt in Indien sowie alles, weshalb man immer noch die Kinder in die Ehe verspricht. Eltern von Mädchen müssen dabei tief in die Tasche greifen, denn die Mitgift ist nach wie vor gelebte Tradition. Da kann es schon passieren dass ein Familienvater sein Leben lang für die Aussteuer der Töchter schuftet. Abhängig natürlich auch von der Kaste. Auch wenn das Kastensystem offiziell längst verboten ist, die Menschen leben weiter in dieser Hierarchie und geben sich ihrem Schicksal hin. Hierarchie ist für Inder wesentlich. Auch für jene knapp 30 Millionen die sich nach westlichem Standard „Mittelschicht“ nennen können. Das sind jene die sich auch einen Urlaub leisten können. Gemessen an der Gesamteinwohnerzahl ist das nichts, in Summe aber immer noch fast das Vierfache der österreichischen Bevölkerung. Da kann man auch als westliches Unternehmen schon ins Zielgruppen-Schwärmen kommen. 

 

Löhne und die Motivation der Inder
Zu dieser Ober-Mittelschicht können sich täglich mehr Menschen zählen, weil die Lohnstruktur in Indien sich dramatisch verändert. Liegt der staatliche Mindestlohn bei ca. 3.800,- US Dollar im Jahr, so verdienen höher Qualifizierte schon längst über 20.000,- US Dollar jährlich, Tendenz steigend. Denn auch in Indien spürt man einen deutlichen Fachkräfte Mangel. Die Bildung für die Massen ist nicht ausreichend, selbst von den Universitäten können nur ca. 20 % der Absolventen für internationale Geschäfte eingesetzt werden. Das macht die Luft dünn, bei einem Wirtschaftswachstum von jährlich 7-9%. Bisher galt die Regel: Die Infrastruktur ist teuer zu erhalten, aber die Menschen sind billig. Doch das verändert sich, weil die Nachfrage enorm steigt und damit auch die Löhne. Zumindest bei den High-Potentials. Auch die Indische Mentalität siebt die Arbeitskräfte auseinander. Inder sind nicht leicht zu motivieren, schon gar nicht mit Geld. Hat ein Inder das Gefühl genug zu haben dann lässt er es auch dabei. Selbst wenn mit wenig Mehraufwand mehr Geld zu verdienen wäre – das juckt den Inder kaum. Was zählt ist Familie und die Freude am Job. Nicht das Geld, zumindest nicht in erster Linie. Übrigens: Diskussionen gehören zur Indische Kultur wie der Schal für Touristen. Das bringt es mit sich dass jeder über jeden bescheid weiß – Lohnvereinbarungen sind also transparent. Nicht wie in Europa, wo schon der Neid die Lohndiskussionen erstickt. In Indien weiß jeder über den Anderen bescheid. 

 

Wenn Speed-Money hilft 
Was uns Europäer schier zum Wahnsinn treibt ist hier in Indien Gang und Gebe: Wartezeiten, unendliche Diskussionen, Bestechung. „Irgendetwas ist hier immer zu zahlen.“ sagt Klaus Maier, Gründer des Beratungsbüros Maier+Vidorno. Da geht es nicht um große Beträge, sondern um kleine „Beschleunigungs-Anreize“, oder „Speed-Money“, wie es hier genannt wird. Dabei will die Regierung genau das vermeiden. Beamte müssen alle drei Jahre ihre Position verändern, um nicht zu bestechlich zu werden. Was oft dazu führt „das man dann auch den Neuen bezahlen muss“, so Maier weiter. 

 

Von Null auf 2600 – hier ist es möglich
Klar, auch die Aufholjagt ist deutlich zu spüren. Business-Center wachsen aus dem Boden und bieten immer mehr Platz für neue Unternehmen. Wachstumsraten die uns Europäer schwindlig machen sind möglich: Die Research-Firma evalueserve.com hat erst im Jahr 2000 ihre Pforten geöffnet, und zählt heute bereits 2.600 Mitarbeiter. Sie ist ein Gewinner der weltweiten Outsourcing Welle. Mit der Zentrale in New Delhi und Mitarbeiter rund um den Globus kann die Company heute Kunden aus aller Welt vorweisen. Auch das Research-Team besteht aus 50 Nationalitäten. Selbst Europäer kommen her um in Delhi zu Arbeiten, „weil ein vergleichbares Unternehmen bei uns nicht zu finden ist“ – versichert die Österreicherin Brigitte XXX, die ihren Mann alle paar Wochen irgendwo auf der Welt trifft. 

 

Probleme liegen offen auf der Hand
Ja, Indien ist eine aufstrebende Wirtschaftsnation. Ja, die schieren Ausdehnungen sind gigantisch und mit Europa nicht zu vergleichen. Wer allerdings hier Fuß fassen will muss viel Kraft mitbringen. Komplizierte Handelsstrukturen, hohe Steuern, ein bestechlicher Beamtenapparat und eine miserable Infrastruktur sind nur ein paar der Hürden. Lebensqualität wird hier zwischen Monsun und extremer Luftverschmutzung ganz neu definiert. Die extreme Armut ist jeden Tag deutlich sichtbar. Aber auch ein Wille zum Aufstieg in eine Neue Welt, der Drang zu mehr Offenheit und die unbedingte Idee zur Super-Weltmacht zu werden. 

 

Trendeinschätzung: Eine Trendabschätzung kann nur sehr wage geschehen. Dieses Land hat viel Potential, schon auf Grund der Größe. Doch innere Probleme nagen an dem Anspruch eine Supernation zu sein. Gelingt es nicht die Infrastruktur – von Straßen über die Stromversorgung bis zum Wohnungsmarkt – dem Wirtschaftswachstum anzupassen, ist auch ein Kollaps des Systems denkbar. Indien wird weiter wachsen, wird weiter voranschreiten. Indien wird aber kein zweites China, kein neuer Dominator. Weil das auch nicht im Herz der indischen Bevölkerung steckt. 

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Kreativität als Chance? Nein, Danke. Sagen Viele.

Oktober 30, 2008

Unlängst konnte ich ein E-Mail abfangen, das mich wirklich wütend machte. Ein Unternehmen, ich nenne natürlich den Namen nicht, hatte eine Glorreiche Idee: Für ein neues Produkt sollte der Name in einem internen Ideenwettbewerb gefunden werden. Dies wurde also dem Team mittels einem E-Mail mitgeteilt, und 500 EUR als Prämie in Aussicht gestellt. So weit, so gut. Das wäre ja nicht ganz verkehrt. Doch was 10 Minuten auf das erste Mail folgte war der Kreativitäts-Killer schlechthin. Folgender Text stammt zu 100% aus dem E-Mail: 

hallo liebes team,

habe vorhin etwas vergessen:das erfinden des neuen fonds-namens ist natuerlich eine sache, die sonstiges nicht blockieren darf! (kleiner tipp: die besten ideen kommen ganz spontan vor 09:00 und nach 18:00 :-) )

So viel Dummheit in so wenigen Worten ist schier unglaublich: Kreativität muss also aus dem Alltag verbannt werden. Darf nicht im täglichen Lauf der Dinge integriert sein. Nein??? Dieser Wahnsinn ist leider kein Einzelfall. Immer wieder erlebe ich wie Unternehmen Kreativität vernichten. Doch das wird sich in Zukunft rechen – gerade in holprigen Zeiten. Denn Veränderungsprozesse fordern Kreativität. Und so genannte Krisen sind nichts anderes: Die Welt verändert sich. Deshalb rate ich jedem Unternehmen, Kreativität zu fördern. Lassen Sie es zu dass neue Ideen nicht nur von der Konkurrenz kommen, sondern im eigenen Unternehmen generiert werden. Fördern Sie Querdenken und machen sie um Gottes Willen keinen Wettbewerb der Ideen den Sie nicht ernst nehmen. 

Toleranz, Technologie und die Förderung von Talent seine, laut Richard Florida, die wesentlichen Voraussetzungen für Menschen die Kreativ arbeiten. Als Kreative Klasse, so bezeichnet Florida die Jenen die kreative Arbeit verrichten, unabhängig von Branchen. Der Begriff beschreibt auch die Gruppe von Menschen denen es gelingen wird die Zukunft zu gestalten. Auch wenn die Umstände schwierig sind – oder ebene gerade dann.

Gestalterische Kraft: Das ist es was wir brauchen, was unserer Gesellschaft und unserer Ökonomie gut tut. Denn nur darauf warten bis der Wohlstand wieder kommt ist zu wenig. Krisen erinnern uns an Veränderung, und daran dass wir den Himmel auf Erden nicht für immer gepachtet haben. Letztlich: Dass auch wir in unserem Europa unseren Hintern bewegen müssen. Die Industrielle Revolution ist schon längst vorüber, die Wissensgesellschaft Realität und die Kreativ-Ökonomie vor der Tür. Unsere Chance, wenn wir es erkennen!

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Die Verloungung der Welt

Mai 1, 2008

oder: Warum der Lounge nicht die Zukunft gehört!

Die Lounge scheint das Allheilmittel gestalterischen Tuns zu sein. Ob Zahnarzt, Bahnhof oder Wohnzimmer – Allerorts lauert heut zutage eine Lounge. Das macht beinahe den Eindruck als würden wir nichts mehr brauchen als „Chill-Flächen“ – also Ruhezonen. Dabei wird das Konzept schön langsam langweilig. Überall versucht man durch eine Lounge einen modernen Charakter oder gar eine Innovation auszudrücken. Doch eines scheint gewiss: Die Zukunft gehört nicht der Lounge!

 

Wie Sie das Ende von Trend-Begriffen erkennen

Wissen Sie woran man erkennt wann ein Trend sein eigenes Ende bereits sieht? Nehmen wir den Begriff Wellness. Der Grundgedanke des Wellness ist nach wie vor ein Wesenszug unserer Gesellschaft – die Sucht nach Entspannung vom stressigen Alltag. Doch das Wort verliert seine Kraft. Gesundheit, Neo-Ökologie, LOHAS sind Begriffe die eine Ablöse ankündigen. Denn Wellness findet man bereits auf jedem Jogurtbecher. Es gibt sogar Wellness-Bier und Wellness-Strumpfsocken. Das sind die untrügerischen Zeichen dafür dass der Begriff Wellness seinem Bedeutungs-Ende entgegen schreitet. Aber was hat dies alles mit der Lounge zu tun? Nun: Wenn man die Welt beobachtet findet man nichts mehr als Loungen: Ob Supermarkt, Handynetz-Betreiber oder Bank. Überall zwingt man uns zur chilligen Entspannung. Doch wohin soll das führen? Wollen wir in Zukunft also unsere Kredite bei Caipi und Kecks unterzeichen und lustig im Halbliegemodus den Bankberater für seine Güte danken? Das alles geht zu weit. Die Gegenwart der Zukunft wird nicht mehr vom Lounge-Verhalten geprägt. Vielmehr wird es darum gehen die richtige Umgebung für die richtige Situation zu schaffen. Banken und Loungen passen nicht zwingend zusammen, Supermarkt und Lounge auch nicht. Natürlich sind es nicht per se Ausschlusskriterien, aber: Wer dem Mainstream entrinnen will und sein Unternehmen in Richtung Zukunft programmiert muss heute schon an die Nach-Lounge-Ära denken. Eine Espresso-Maschine und ein paar Couch-Sessel machen noch keine Innovation. Doch für alle die auf die Zukunft der Lounge setzten sei gesagt: Die nächsten zwei Jahre ist diese Bewegung nicht aufzuhalten. Dann aber spätestens wird die Lounge als Allheilmittel für die Raumgestaltung ausgedient haben. Wer wissen will wie es danach weitergeht dem sei ein individueller Trend-Design-Guide der Lifestyle Foundation empfohlen. zukunft@lifestylefoundation.com 

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Hotels als Heimat für Business-Nomaden

Januar 30, 2008

Die zunehmende Mobilität in den meisten Berufen lässt die Hotels zu wahren Hot-Spots der Kreativökonomie aufsteigen. Als nächstes werden auch die Räume dazu entwickelt um ideale Arbeitsbedingungen für Business-Nomaden zu schaffen. Dazu müssen Hotels sich entscheiden ob sie zu „online“ oder „offline“ Hotels werden. Online, also im Gedankenstrom der Kreativökonomie, mit seiner Wertschöfpung basierend auf Menschen die Raum zur Begegnung und Inspiration suchen. Diese Hotels werden zur erweiterten Wohnung und zum ausgelagerten Büro. Online bedeutet vernetzt, Alltag, Technologie, Raum für Work, Platz für Austausch.. Offline Hotels sind entnetzt, bieten Auszeit, Fenster mit Ausblick statt Windows mit Einblick. 

Hotels als Lernraum

Konferenzen, Seminare, Workshops; Brainstormings, Inspiration, Austausch: Das Alles findet schon heute in Hotels statt, und wird mehr. Räume die es zum Lernen in der modernen Business-Welt braucht hat dem entsprechend der Schindlerhof (www.schindlerhof.de) in Nürnberg entwickelt. Die Eigentümer, Klaus und Renate Kobjoll, haben ihr ganzes Hotel auf den Seminarbetrieb ausgerichtet. Alles wurde nach Feng Shui für optimale Lern-Bedingungen geplant. Düfte, Farben und Musik unterstützen die Teilnehmer an Seminaren bei ihren Fortschritten. Auch Orte und Momente der Stille und Einkehr sind eingeplant, da dies zum Verdauen des Wissens große Bedeutung hat. Ganz selbstverständlich sind alle technischen und ergonomischen Anforderungen erfüllt. Da Klaus Kobjoll selbst unzählige Workshops im Jahr hält weiß er offensichtlich worauf es ankommt. 

Das wahre zu Hause für Business-Nomaden

Exakt auf die Ansprüche einer mobilen Arbeitswelt hat sich „The Hoxton“ Hotel (www.thehoxtonhotel.com) in Mitten Londons eingestellt. Dort findet man 7 designte Meeting-Rooms unterschiedlicher Größe, mit allen modernen Standards. Zusätzlich kann man sich aber auch „private offices“ anmieten, für schon 19 Pfund am Tag. In diesen nutzt der geschäftige Nomade einen Schreibtisch, drahtloses Internet und einen Fernseher. Um sich zu erfrischen hat das „privat office“ auch ein eigenes Badezimmer. Der Traum für viele Arbeits-Reisende: Ein Arbeitsplatz für Unterwegs mit Hotelservice. 

Ein klar auf Zukunft programmiertes Konzept findet man im „Nordiclight Hotel“ (www.nordiclighthotel.com) in Stockholm. Dort gibt es nicht nur Mood-Rooms (siehe Styles), sonder Meetingräume die intelligent nach der Nutzung selektiert werden können. Auf der Suche nach einem Besprechungs-Raum wird man als erstes nach dem Zweck der Zusammenkunft gefragt. Je nachdem gibt es dann Räume für „buy & sell“, „create & produce“,  „learn & deveolop“, „network & cooperation“ sowie „reward & motivate“. Dieses Konzept begegnet den Anforderungen an das mobile Arbeiten der Zukunft treffsicher. Der Zweck des Meetings wird mit dem dafür am besten geeigneten Raum verknüpft, was letztlich die Produktivität enorm steigert. Weiters gehören Empfehlungen zum Ablauf und der richtigen Verpflegung zum ganzheitlichen Konzept des Hotels. Im Bedarfsfall können sogar die Trainer oder Moderatoren bei der Reservierung der Räume gebucht werden.  

Trendfazit: Hotels avancieren zu den Hotspots der kreativen Klasse. Sie sind Zufluchtsort für Business-Nomaden und Treffpunkt für Meetings. Und schon längst sind Hotels die Lernzentren der Wissensökonomie. Noch scheinen die meisten Hotels diese Tatsache nur mit normalen Seminarräumen zu quittieren. Die Anforderungen an die Arbeit der Zukunft verändern sich jedoch fundamental: Kreativität, Inspiration sowie das spielerische Lernen rücken in den Fokus unserer Ökonomie. Die Umgebung beeinflusst den Inhalt von Meetings und Seminaren intensiv, was zur absoluten Zukunftschance für innovative Hotelbetriebe wird. 

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Hotels werden zu Lern-Zentren der Zukunft

November 17, 2007

In einer Welt deren wirtschaftliche Wertschöpfung auf Wissen basiert rückt plötzlich der Mensch wieder ins Zentrum des Geschehens. Denn Wissen liegt nicht auf irgendwelchen Rechner im Internet, sondern zwischen den Ohren der Menschen. Wahres Wissen definiert sich über dessen Anwendung: Denn Wissen das wir nicht verwenden ist bekanntlich Nicht-Wissen. Daher kommt es darauf an was man aus dem geistigen Kapital macht und wie man dieses von einer geistigen auf eine materielle Ebenen transferiert. Dazu braucht es eines: permanentes Training und Lernerfahrungen. Diese gestalten sich jedoch zunehmend schwer im Alltag. Daher werden schon heute viele Trainings, Seminare und Weiterbildungsveranstaltungen in Hotels abgehalten. Doch, seine wir uns ehrlich: In den wenigsten Hotels ist die Umgebung derart gestaltet dass es uns leicht fällt zu lernen. Oder dass es gar Spaß macht. Die Umgebung trägt jedoch enorm zu unserem Lernerfolg bei. Sie ist quasi der Geburtshelfer des Lernens. Nicht um sonst hat unser Flow-Forscher Mihaly Csikszentmihalyi davon gesprochen dass „Kreativität sich am besten in einer Umgebung ausbreitet in der neue Ideen keine Anstrengung brauchen wahrgenommen zu werden“ – oder kürzer, auch von ihm: „Fragen Sie nicht was ist Kreativität, sonder wo ist Kreativität.“ In diesem Sinne brauchen wir zukünftig Lern-Räume für unterschiedlichste Anforderung der Wissens-Aufnahme und des Austauschs. Von verspielten „Play-Zones“ bis zur „Focus-Area“, vom „Inspiration-Room“ bis hin zur „Chat-Box“. Das alles sind Synonyme für Räume oder Zonen in den Hotels der Zukunft. Diese geben uns neue Möglichkeiten der Kommunikation und / oder der geistigen Ausrichtung. In jedem Fall bilden sie eine Umgebung die sonst nicht in alltäglichen Räume wie Büro oder Wohnung zu realisieren sind. Auch öffentlichen Plätze wird es kaum geben die sich mit der Ausrichtung der Lern-Fähigkeiten intensiv beschäftigen. Die Frage ob Schulen und öffentliche Lehr-Anstalten diesen Weg so schnell schaffen ist fraglich, da die Betreiber meist einen anderen, internen Machtkampf ausführen müssen. Daher eignen sich Hotels bestens als Lern-Erfahrungs-Zonen der Zukunft; oder: als die neuen Schulen einer kreativen Gesellschaft. 

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Schwierig zu verstehen: Kreativität!

Oktober 18, 2007

Kreativität ist ein komisches Phänomen: Jeder findet es irgendwie gut, keiner weiß genau wie man es definieren soll, und nur ganz wenige sind es. Im Kontext der politischen Diskussionen macht sich langsam die Welle der „Kreativ-Fans“ breit, ehrlichgesagt: Meist sind das Frauen die den Workstyle des Kreativen aufgreifen. Doch wundert es nicht, sind es doch die Frauen die auf dem Vormarsch der Wissensökonomie stehen. Doch was soll passieren mit allen denen die dieses so wichtige Potential – die Schöpferkraft des Menschen – einfach nur in Schubladen stecken. Da werden Ideen gemessen wie ein paar Kilo Fleisch. Da werden Argumente gefunden warum das „bei uns“ nicht geht, nur weils halt früher anders war. Oder Branchen vorgeschoben die kreativ sein müssen. Die Generation Zukunft wirtschaftet anders, muss mit Ideen umgehen; mit Kooperation und Vernetzung. Das wissen wir. Auch muss diese Zukunftsgeneration vor allem eines: Das große Ego überwinden. Ein schlauer Mensch hat einmal gesagt: Kreativität beginnt da wo Routine aufhört. Ja, das stimmt. Aber noch was: Kreativität beginnt erst, wenn das Ego schläft. Wem es also darum geht im Wettbewerb der Kreativen die Nase vor zu haben ist weit von seinem eigentlichen schöpferischen Potential entfernt. Nur wer im kreativen Moment das Ego ganz vergisst kann wahre Größe entwickeln.Eine Diskussion über Kreativität auf dieser Ebene ist natürlich öffentlich schwer zu führen. Noch dazu soll doch jede Kreativität sofort einen Sinn ergeben; und damit meinen wir Geld verdienen. Das alles ist ja grundsätzlich in Ordnung. Doch wird eine Zukunft nicht ohne einen geduldigen Umgang mit Kreativität auskommen, noch wird diese Zukunft ohne den Rohstoff der „Schöpfungskraft“ des Menschen produktiv sein. Denn Produktivität ist an Kreativität gefesselt. Übrigens: Spielerisch können wir sehr leicht an den kreativen Potentialen kratzen. Also, lernen Sie zu spielen! 

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Small Global Player

September 18, 2007

Sie sind die Zukunft der Wirtschaft: Klein, global und hyperaktiv. Immer besser werden die Rahmenbedingungen für die kleinen, wendigen Unternehmen. Oft mit nur wenigen Mitarbeitern erlangen Sie Spezial-Wissen. Sie agieren kreativ und hinterfragen Gewohntes. Sie stoßen Nischen auf und zeigen der klassischen Unternehmerschicht dass „neue Wege gehen“ nicht nur ein Schlagwort ist. 

Klein, aber oho! Das wird in Zukunft viel attraktiver als wir das je geglaubt hätten. Ich würde mich freuen wenn Sie mit mir diskutieren. Über SmallGlobalPlayer, über die Wirtschaft die solch kleine Unternehmen so stark macht. Und über die Auswirkungen auf den globalen Märkten: Falls es die gibt! 

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Flexicurity – die Lösung für die Arbeit von Morgen?

September 13, 2007

Ist Flexicurity DAS Modell im Zeitalter von Kreativität und Wissensarbeit? In einer Wirtschafts-Reise nach Kopenhagen konnte ich mich eingehend zum dänischen Arbeits-Modell informieren. Schnell wird dabei klar: Das gesamte dänische System funktioniert nach anderen Prinzipien. Der Kern der Flexicurity ist gut: Menschen sollen höchste Flexibilität genießen und dabei die Garantie behalten einen Job zu haben. Was ist in Dänemark anders? Die Wochenarbeitszeit wird sehr genau eingehalten. Das Wechseln von Berufen ist durchwegs normal. Hohe Steuern werden u.a. für Unterstützungen im täglichen Leben der Menschen verwendet, Stichwort Kinderbetreuung. Die Menschen bilden sich viel mehr fort als im deutschsprachigen Europa (Dänemark: 27% der 19-60- jährigen bilden sich permanent weiter / Österreich 7%). 

Unter dieser doch andere Bedingungen ist das Flexicurity-Modell entstanden. Was taugt also für die Wissens- und Kreativöknomie der Zukunft? Wo sind die Lernerfahrungen die von Dänemark ausgehen? 

1.) Der Fokus liegt auf Beschäftigung, nicht auf dem Beruf! 

Dies wird der aufkommenden Mobilität gerecht. Menschen verändern in fließenden Lebenssituationen und Lebens-Brüchen auch ihren Beruf. Der Schwerpunkt liegt somit auf der Beschäftigung und nicht auf alten Berufsbildern. Dies setzt voraus dass gelernt wird, und das permanent. Eine so hochentwickelte Lernkultur wie in Dänemark ist dabei Voraussetzung. 

2.) Das Kind hat einen Namen: Flexicurity. 

Damit wollen und können die Dänischen Interessensvertreter leben. Ob Gewerkschaften oder Arbeitnehmervertreter oder Regierung. Alle sind stolz auf ihr „Baby“ und kümmern sich rührend darum. Namen schaffen Identität, dies zählt auch oder gerade bei so komplexen Angelegenheiten. 

3.) Selbstverantwortung und Balance wird gefördert. 

Das eigene Leben selbst managen können, dies wird stark gefördert. Dabei liegt ein großes Augenmerk auf die Work-Life-Balance. Das Familienleben gestaltet sich sehr ausgeglichene zwischen Frau und Mann, wobei Frauen in Dänemark mehr Kinder bekommen als in Österreich und Deutschland. Trotz hoher Beschäftigungsrate bei den Frauen. 

4.) Grundoffenheit zur modernen Welt. 

In Dänemark hat man offensichtlich ein kollektives Verständnis dafür dass Globalisierung etwas positives ist. Man glaubt dass die Öffnung der Märkte sowie die weltweite Vernetzung einen guten Eindruck auf das eigenen Land hinterlässt. Wahrscheinlich auch weil MERSK als Unternehmen für 2/3 der auf den Weltmeeren verladenen Container verantwortlich zeichnet. Diese Grundoffenheit ist jedenfalls die Basis für Arbeitsmodelle die ebenfalls offen und vor allem modern sind. Wie auch das dänische Design. 

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Summary der Studie „FUTURE OF WORK“

September 3, 2007
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Sind Sie inspiriert?

September 1, 2007

Inspiration. Eine wichtige Voraussetzung für Kreativität. Ich denke Inspiration ist auch der Schlüssel zur persönlichen Entfaltung. Überlegen Sie: Was inspiriert Sie? Was turnt Sie an etwas zu tun, neue Gedanken zu entwickeln oder gar schöpferisch tätig zu werden? Inspiration ist die Quelle für Kreativität, aber was ist die Quelle Ihrer Inspiration? Was nicht inspiriert sind täglich stupide Wiederholungen. Was nicht inspiriert sind Killerphrasen. Was nicht inspiriert ist ein zu starker Fokus auf Probleme. Was inspiriert sind Menschen, sind Ausflüge aus dem Alltag. Inspirierend ist es, wenn Sie selbst in die Schuhe von anderen schlüpfen, um die Welt neu zu entdecken. Inspirierend ist es, wenn Sie auf Ihre innere Stimme hören, ohne den Wirren der Umwelt stets Folge zu leisten. Was also inspiriert Sie und wie können sie zur Quelle der Inspiration für andere werden? Das ist eine wesentliche Frage in einer Ökonomie des Wissens; in einem Zeitalter der Kreativität.