Archiv für die Kategorie ‘Wohnen’

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Möbelmesse Mailand 09

Mai 19, 2009

Zukunft, Zeitgeisst, Zurück:

Messe Mailand 09

So lässt sich die diesjährige Möbelmesse in Mailand beschreiben. Trotz aller Umstände zeigten einige Unternehmen wahre Zukunftsprojekte: Erste OLED Versuche von Philips oder die Glasküche von Val Cucine zum Beispiel. Zukunft, das wissen wir, braucht Mut. Zukunft zu entwickeln kostet Zeit, Geld und Kraft. Innovationen auf einem Markt zu platzieren ist also ein aufwendiges Unterfangen. Weshalb sich die Mehrheit der Unternehmen auf den Zeitgeist fokussiert hat. Cool, leger, modern. Doch Zeitgeist bedeutet auch Gemeinschaft, Ökologie, Originalität und Aufrichtigkeit. Nicht alles was designet wurde entspricht also dem Zeitgeist. Dennoch ist es vielen Herstellern bestens geglückt die Zeichen der Zeit in Form zu bringen.

2009 gilt auch dem Blick zurück: Details wie tapezierte Fronten und ein Formenspiel dass an die 30-er Jahre erinnert zeigen, dass wir wieder und wieder unsere eigene Vergangenheit zelebrieren wollen. Es ist ein Reflex des Menschen, sich selbst im Spiegel des Gewesenen zu betrachten. Dabei ist das 2009-er Retro vor allem ein Remake – also eine wirkliche 1:1 Kopie, und keine Interpretation.

 Auch heuer war die Messe Mailand zweigeteilt. In den Messehallen in Roh fand man (fast) alles was Rang und Namen hat. Hier trifft sich das Business. In den Straßen rund um die Zona Tortona hat die Fangemeinde des Möbeldesigns seine Heimat gefunden. Hier trifft Kult und Kommerz zusammen. Es ist immer wieder ein Fest, hier mit tausenden ästhetikhungrigen Menschen von Hinterhof zu Hinterhof zu pilgern. Die Faszination für Design und Ästhetik, Wohnen und Möbel liegt wahrlich in der Luft. Auch wenn die Zona Tortona längst kein Insider-Tipp mehr ist: Die Kult-Ausstrahlung ist zumindest bis 2009 geblieben.

Den vollständigen Trendbericht mit vielen Bilder gibt es zum downloaden auf www.lifestylefoundation.com

 

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Lustlos, langweilig, zukunftsfremd

Januar 23, 2009

Wer jetzt schläft verschläft das Beste

Warum nur tut sich die Wohnbranche so schwer, wahre Innovationen zu erzeugen? Sind die Spurrillen der Branche wirklich so tief? Auf der diesjährigen Messe in Köln konnte man jedenfalls genau diesen Eindruck erhalten. Wie eh und je werden Möbel hingestellt und mit Scheinwerfern bestrahlt. Wie immer stehen die mit Schreibblock bewaffneten Verkaufs-Agenten auf den Ständen und lauern auf ihre Beute. Oje, als Zukunftsdenker bekomme ich Angst. Mir scheint, als hätte diese Branche die Zeit verschlafen. Wir bewegen uns ins Zeitalter des SMART BEING, in der Wohnen vehement an Bedeutung gewinnt. Die Wohnung ist aber kein Ort an dem man Möbel beleuchtet. Die Wohnung ist der private Ritualplatz des eigenen Lebens. Hier wird Leben zelebriert und inszeniert. Da muss man sich auch als Hersteller mit den Lebenswelten der Menschen beschäftigen! Wir haben im Zukunftsinstitut dafür eine Steilvorlage geliefert: Lebensstile 2020. Da ist von GreyHoppern, Super Daddys oder Latte-Macchiato-Familien die Rede. Doch wo sind die Wohnmöbel für die neuen Lebensstil-Gruppen? Wo ist die Inszenierung des Seins für die grauen Immerjungen, oder die Neo-Familien.

Sinnhaftes real erleben

In der Wirtschaftskrise wird sich diese Unlust an Innovation rächen. Noch mögen die Menschen Möbel kaufen, die allesamt Kopien von Kopien sind. Doch ganz bald wollen wir Konsumenten wirkliche Lebenswelten und echte Innovationen – sonst tuts auch noch das alte Sofa. Wahre Gefühle und echte Erlebnisse – danach sehnen wir uns. Warum? Wiel selbst der Sex ist in den letzten Jahren ins virtuelle gerutscht ist, er ist zur Beglückung per Filmchen verkommen. Ähnlich dem irrealen Finanzsystem, auch hier fehlen greifbare Werte. Da kommt nun der Gegentrend, der schon längst in den Startlöchern auf seine Chance lauerte. „Real“, ein Wort das wir nun lieben. Real-Wirtschaft, Real-Gewinn, Real-…. Real, das bedeutet: intensiv und greifbar. Wohnen ist das greifbarste und emotionalste Spielfeld für uns Menschen, weil wir unsere Wohnung frei nach eigenem Gefühl designen können. Tiefe Emotionen, intensive Erlebnisse, pure Kommunikation, echter Sex. Das ist die Zukunft des Wohnens. Und so leicht wäre Innovation: Die Verführung zum realen Erlebnis!

Neues Verhalten in alten Räumen

Ein Beispiel: Der Flat-TV wurde die letzten Jahre als die „Revolution des Wohnzimmers“ gefeiert. Doch was nützt der größte und flachste Flimmerkasten, wenn auf sämtlichen Kanälen nur Schrott läuft. Ein schlechter Film wird nicht besser nur weil man ihn größer sieht! Das Leben in Wohnungen verändert sich auf ganz anderen Ebenen: im Verhalten zum Beispiel. Spielen wird zur Norm, ob auf der Play-Station oder auf dem Schachbrett. Speilen wird zum Teil unseres Lebens; es löst Gefühle aus und verbindet uns. Doch die World of Warcraft Generation scheint den grauhaarigen Lenkern der Wohnbranche noch ziemlich suspekt zu sein. Nichts war zu sehen in Köln. Was kommt noch: Der Megatrend schlechthin, Gesundheit. Auch darüber getraut sich kaum eine Company jenseits der Matratzenhersteller vorzudenken. Aber Gesundheit ist mehr als gut schlafen! Gesundheit bedeutet ganzheitliches Wohlfühlen, bedeutet Material aber auch Lebensentlastung. Krank sind die Menschen heute nicht mehr nur am Körper – unsere Krankheiten haben größtenteils psychischen Ursprung und landen in Depressionen und Burn-Out-Symptomen. Unser Mind macht uns krank weil wir permanent damit beschäftigt sind unser Leben zu verbessern. Dabei gerät die Therapie zur Mode (Bolz), weil Selbstverbesserung nicht alleine geht. Die positive Umkehr dieser Entwicklung: Menschen beschäftigen sich mit sich selbst und wollen lernen. Doch derlei Gedanken will man in den Wohnbranchen nicht behirnen. „Wir stellen Möbel her, nicht Pillen.“

Einschränkungen zu Möglichkeiten mutieren

Der Designer Konstantin Gricic hat dazu ein echtes Zitat geliefert: Kreativität bedeutet, Einschränkungen zu Möglichkeiten zu machen. Genau darauf kommt es nun an. Die gegenwärtige Veränderung unseres Wirtschaftsystems zwingt nun Alle in die Veränderung. Nun kommt es wirklich darauf an, um bei Gricic zu bleiben, aus der Einschränkung eine Möglichkeit zu machen. Doch dafür braucht es Mut und Innovation. Dazu muss ein gehöriger Schuss Kreativität in den grauen Alltag der Möbelproduktion. Wo ist die Freude am Wohnen, wo die Lust am Lebensstil? Nur wer sich mit den echten Belangen der Menschen beschäftigt wird sich entwickeln. Nur wer ans Extrem des Möglichen denkt wird die nächsten Schritte gehen. Wir brauchen nicht zu hoffen, dass wir ein Retro des Cocoonings aus den 80-er Jahren erleben. Das Wohnen der Zukunft ist ein SMART BEING, ein intelligentes Sein, ein lustiges Miteinander, ein emotionsgeladenes Formen der eigenen Welt. Also: Antizyklisch, also genau Jetzt, gilt es sich über die Veränderungen der Welt als Vorlage für neue Ideen zu freuen.

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Wohnen als Arznei: Der kommende „Wohn-dich-gesund-Trend“

Juni 5, 2008

So könnte man die Zukunftsentwicklung im Wohnen auf den Nenner bringen. Fast 90% aller Zeit verbringen die Menschen in Räumen. Die meiste Zeit davon im Büro und der eigenen Wohnung. Diese Räume haben eine faktische Wirkung auf den Menschen – sie prägen ihn. Einer der zentralen Megatrends unserer Zeit ist die Gesundheit und die damit verbundene Sehnsucht der Menschen sich gesund zu halten. Diese Tatsachen vermischen sich immer mehr zur Erkenntnis: Raum muss gesund sein. Das zeigt sich auf mehrere Ebenen, weil sich auch der Begriff „Gesundheit“ drastisch gewandelt hat. War man früher gesund, wenn man nicht krank war, so ist man heute gesund, wenn man fit und entspannt ist. Oder einfach: LOHAS – Lifestyle of Health and Sustainibility! Dieser Lebenstil begreift Gesundheit neu: Körper, Geist, Seele; Beruf, Familie, aktives Lernen. Alles in Summe muss stimmen, damit wir von uns behaupten, „ich bin gesund“.

Im Wohnumfeld entscheiden die Menschen selbst, wie sie dieses gestalten. Sie können sich über Materialen, Gestaltungselemente oder Abläufe Gedanken machen. Gesundes Wohnen wird in Zukunft bedeuten: Gesunde Materialien, ein gutes Lebensmanagement, eine ausgeglichene Lebensbilanz. Doch wie erzielt man dies? Mit der Sehnsucht nach gesundem Wohnen wächst auch ein Markt des Wissens: „Wer kann mir helfen, damit ich gesund bleibe?“ wird nicht nur eine Frage des Arztes oder Coachs. Gesundheitsberatung bekommt eine drastische Begriffsverwandlung. Herz, Leber, Niere – Schlafzimmer, Bad, Küche. Und dies alles in einem Atemzug und in einem Themenfeld: Gesundheit. Dies gilt bei aktiver Gesundheitsgestaltung: Aber auch bei reaktiver. Selbst dort wird der Ort des Seins, das Wohnumfeld, zu einer wesentlichen Größe. Immer deutlicher zeigen sich technische Entwicklungen, die den Menschen die Möglichkeit bieten zu Hause behandelt zu werden. Diagnosetools, Online-Auskünfte oder Frühwarnsysteme sind von zu Hause aus benutzbar. In der Wohnung kann es Sensoren geben, die  anzeigen wenn jemand lange Zeit regungslos am Boden liegt. Gesundheitserhaltung im reaktiven Bereich gewinnt gerade hinsichtlich der zunehmenden Alterung unserer Gesellschaft eine konstante Bedeutung. Damit ergibt sich die schlichte Formel: Wohn dich gesund!

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Die Verloungung der Welt

Mai 1, 2008

oder: Warum der Lounge nicht die Zukunft gehört!

Die Lounge scheint das Allheilmittel gestalterischen Tuns zu sein. Ob Zahnarzt, Bahnhof oder Wohnzimmer – Allerorts lauert heut zutage eine Lounge. Das macht beinahe den Eindruck als würden wir nichts mehr brauchen als „Chill-Flächen“ – also Ruhezonen. Dabei wird das Konzept schön langsam langweilig. Überall versucht man durch eine Lounge einen modernen Charakter oder gar eine Innovation auszudrücken. Doch eines scheint gewiss: Die Zukunft gehört nicht der Lounge!

 

Wie Sie das Ende von Trend-Begriffen erkennen

Wissen Sie woran man erkennt wann ein Trend sein eigenes Ende bereits sieht? Nehmen wir den Begriff Wellness. Der Grundgedanke des Wellness ist nach wie vor ein Wesenszug unserer Gesellschaft – die Sucht nach Entspannung vom stressigen Alltag. Doch das Wort verliert seine Kraft. Gesundheit, Neo-Ökologie, LOHAS sind Begriffe die eine Ablöse ankündigen. Denn Wellness findet man bereits auf jedem Jogurtbecher. Es gibt sogar Wellness-Bier und Wellness-Strumpfsocken. Das sind die untrügerischen Zeichen dafür dass der Begriff Wellness seinem Bedeutungs-Ende entgegen schreitet. Aber was hat dies alles mit der Lounge zu tun? Nun: Wenn man die Welt beobachtet findet man nichts mehr als Loungen: Ob Supermarkt, Handynetz-Betreiber oder Bank. Überall zwingt man uns zur chilligen Entspannung. Doch wohin soll das führen? Wollen wir in Zukunft also unsere Kredite bei Caipi und Kecks unterzeichen und lustig im Halbliegemodus den Bankberater für seine Güte danken? Das alles geht zu weit. Die Gegenwart der Zukunft wird nicht mehr vom Lounge-Verhalten geprägt. Vielmehr wird es darum gehen die richtige Umgebung für die richtige Situation zu schaffen. Banken und Loungen passen nicht zwingend zusammen, Supermarkt und Lounge auch nicht. Natürlich sind es nicht per se Ausschlusskriterien, aber: Wer dem Mainstream entrinnen will und sein Unternehmen in Richtung Zukunft programmiert muss heute schon an die Nach-Lounge-Ära denken. Eine Espresso-Maschine und ein paar Couch-Sessel machen noch keine Innovation. Doch für alle die auf die Zukunft der Lounge setzten sei gesagt: Die nächsten zwei Jahre ist diese Bewegung nicht aufzuhalten. Dann aber spätestens wird die Lounge als Allheilmittel für die Raumgestaltung ausgedient haben. Wer wissen will wie es danach weitergeht dem sei ein individueller Trend-Design-Guide der Lifestyle Foundation empfohlen. zukunft@lifestylefoundation.com 

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THINK TANK WOHNEN Vordenken von Trendsettern

Dezember 28, 2007

Menschen mit Interesse für die Zukunft des Wohnens vernetzen sich, tauchen ein in ein exklusives Zukunftswissen und einen intensiven Dialog über das, was kommen wird.Wie funktioniert der THINK TANK WOHNEN: Viermal jährlich trifft man sich, jeweils zu einem zentralen Aspekt der Zukunft. Eine virtuelle Plattform unterstützt den Austausch zwischen Members des THINK TANKs. Einmal jährlich, bei einem Symposium, werden die entstandenen Erkenntnisse über die Zukunft und ihre Chancen portioniert auch einem größeren Publikum vermittelt.An dem THINK TANK WOHNEN können jene Profis teilnehmen, die sich für die Zukunft des Wohnens engagieren. Menschen, die einen Beitrag zur Zukunft leisten und sich vernetzen wollen und frühzeitig essentielle Informationen über zukünftige Entwicklungen suchen. THINK TANK WOHNEN 2008:Schwerpunkt KÜCHE. Pro Jahr finden vier THINK TANKs statt, je einer zu „Konsumenten“, „Technologie“, „Raumkonzepte“ sowie „Design & Material“.Zu den THINK TANKS werden Experten aus den jeweiligen Bereichen ihr Know-how vermitteln. Impulsreferate, Kleingruppen-Arbeiten, der Einsatz von kreativen Arbeitsmethoden sowie inszenierte „Zukunfts-Erlebnisse“ führen zu viel versprechenden Erkenntnissen. Eine laufende Dokumentation erfolgt durch gezielte Pressearbeit sowie im Internet. Members des THINK THANKs erhalten einen Exklusiv-Zugriff auf erarbeitete Daten.ausführliche Informationen hier downloaden


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ZUKUNFTSWISSEN für die Wohnbranchen

November 28, 2007

THINK TANK WOHNEN startet 2008

2008 startet die Lifestyle Foundation mit einer Neuheit für die Wohnbranchen: dem THINK TANK Wohnen. Damit gemeint sind regelmäßige Branchen-Treffen mit einer Mischung aus hochkarätigen Inputs und aktivem Wissens-Austausch. Welche Konsumente erwarten uns in Zukunft? Was bringt die Technologie? Welche Raumkonzepte wird es geben? Und: Wie entwickeln sich Material und Design? Diesen Fragen gehen wir nach, und suchen die Antworten für den Alltag in den Wohnbrachen. Die wenigsten Unternehmen aus dem Mittelstand sind in der Lage selbst eine haltbare Zukunfts-Forschung zu betreiben. Doch je mehr sich der Konsum und die Gesellschaft diversifizieren umso mehr kommt es darauf an die richtigen Informationen zum richtigen Zeitpunkt zu erhalten. Zukunft ist gestaltbar, und jeder einzelne ist ein Akteur. 

Normalisierung auf höchstem NiveauIn Österreich finden wir quer über die Branchen höchstes Niveau was Qualität und Effizienz anbelangt. Auch wenn dies noch verbesserungsfähig scheint kommt es in Zukunft viel mehr darauf an komplett neue Konzepte zu entwickeln. Nicht Qualität entscheidet, sondern vor allem Kreativität. Wenn plötzlich Alte nicht mehr alt sind hat das Seniorenbett ausgedient: aber was kommt dann? 

Horx und Co. als Gesprächsparnter

Im THINK TANK Wohnen erhalten die Teilnehmer Einblick in die Trendforschung der Lifestyle Foundation und des Zukunftsinstituts. Sie erleben die Zukunfts-Profis LIVE in kleinstem Rahmen. Matthias Horx, Hanni Rützler, Andreas Steinle und andere werden neben mir den Blick in die Zukunft mit maximal 20 Personen im THINK TANK teilen. Doch nicht nur in Vorträgen, sonder vor allem im Gespräch. Denn Zukunft beginnt im Dialog und formt sich durch die tatkräftige Umsetzung. 

Das Jahr 2008 steht im Zentrum der Küche von Morgen.Der Wandel der Gesellschaft scheint sich vor allem über das Kochen abzuzeichnen. Plötzlich ist es das „Perfekte Dinner“, das „Kochduell“ oder die Lifestyle Akteure wie Melzer und Oliver die bestimmen was bei uns auf dem Teller liegt – und dementsprechend was in der Küche vor sich geht. Der weibliche Einfluss auf den Grundriss hat die Trennung zwischen Wohnen und Küche längst aufgehoben. Doch wie werden die neuen Zielgruppen der Zukunft (Silver-Preneurs, Latte-Machiato-Familien, Tiger-Ladys oder Super-Daddys) mit der Küche umgehen. Im Management des Lebens zentriert sich die Küche um Gesundheit, Geschwindigkeit und Genuss. Doch wie können die zukünftigen Trends des Wohnens und Lebens tatsächlich in Produkte und Angebote gegossen werden. 

Lust auf die Zukunft

Viele Fragen werden im THINK TANK geklärt und zu brauchbaren Entscheidungshilfen geformt. Ziel des THINK TANK Wohnen ist es Zukunftsdenker der Branche zu vernetzten. Gewürzt durch die Zukunfts-Profis aus dem Zukunftsinstitut sowie der Lifestyle Foundation. Alle Teilnehmer gewinnen enorm von diesem einzigartigen Blick in die Zukunft: Orientierung, Ausrichtung und Innovationen sind das Ergebnis. Denn das Denken „über den eigenen Tellerrand“ hinaus ist im geschäftlichen Alltag nur selten möglich. Deshalb: Auf in die Zukunft! Ausführliche Informationen können Sie gerne Anfordern unter: zukunft@lifestylefoundation.com 

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Interview im ZDF

Oktober 31, 2007

In der ZDF Sendung „Sonntags“ wurde ich zum Thema „Zukunft des Wohnens“ als Studiogast eingeladen. Das Interview ist auch online nachzusehen: 

http://www.zukunftsinstitut.de/presse_highlights.php

 

 

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Vier Trends welche die Wohnbranche in Zukunft irritieren werden:

Oktober 5, 2007

1.) DESIGN WITHIN REACH: Kunden wollen immer mehr Design! Die private Gestaltungskompetenz der Menschen wächst, weil die Sehnsucht sich selbst damit auszudrücken befriedigt werden kann. Doch dies setzt voraus dass man auch Produkte kaufen kann die von Design durchdrungen sind. Was Design ist wissen immer mehr: Ein bewusster Gestaltungsprozess. Selbst der Beruf des Designers ist heute kein so aussergewöhnlicher Job mehr. Das Potential dieses Berufs hat seinen Zenit aber noch lange nicht erreich. Weil alles was den Menschen umgibt eine Form hat gestaltet werden muss. Design wird damit für immer mehr Menschen erreichbar. Große Firmen wie H&M, Nespresso oder Apple haben sich darauf spezialisiert Produkte mit hoher Designqualität zu einem leistbaren Preis anzubieten. Mittelständische Unternehmen müssen in Zukunft mit diesem Trend mithalten, und ihren individuellen Charakter nach aussen kehren. Damit nicht nur Design und Schönheit sondern auch Identifikation entsteht. 

2.) RETAILTAINMENT: Einkaufen alleine ist mittlerweile langweilig, es braucht mehr. Das Unterhaltungsprogramm der Zukunftsgeneration hat dabei vier Dimensionen. Zum einen wollen Konsumenten in Zukunft nicht nur schoppen, sonder sich mit ihrem Einkauf auch um etwas kümmern. Die Umwelt, zum Beispiel. Oder Menschen in Not. Der Erlebnisfaktor „Hilfe“ kommt zwischen BIO und CSR zum tragen. Auch die persönliche Weiterentwicklung wird zum zunehmenden Lustfaktor, was wir in der „Teaching-Industrie“ erkennen können. Doch nicht nur die eigene Weiterentwicklung, sonder die Selbstdarstellung und Selbstinszenierung werden die Shopper in Zukunft vermehrt suchen. Wo bin ich Star, wo werde ich etwas erleben das mich selbst in den Mittelpunkt stellt. Dieser Wunsch schwindelt sich vermehrt auf die Einkaufslisten der Menschen. Und zu guter letzt soll einkaufen auch verbinden, also Bekanntschaften und Kommunikation fördern. Das Vernetzten mit Gleichgesinnten mach dabei den größten Lustfaktor aus. Das bedeutet: Shoppen und Begegnen als ein wesentlicher Trend des Retailtainment. 

3.) TEACHING INDUSTRIES: In einer Zeit in der wir über Bildung und ihre ideale Form diskutieren könnten wir eines Vermissen, und zwar die Frage nach der Lust am Lernen. Denn immer häufiger sehen wir Menschen die sich weiter bilden, jedoch jenseits vom Job. Diesem Trend folgen viele Unternehmen, wenn sie Lernangebote für Konsumenten anbieten. Natürlich kennt man schon längst die klassischen Koch-Kurse für Hausfrauen. Doch dies wird in Zukunft viel weiter gehen. So bietet z.b. Apple regelmäßige Computerkurse – kostenlos. Vom Einsteigerkurs bis zur Bedienung kompliziertester Programme. Warum macht das Sinn: Weil immer mehr Konsumenten zu Pro-Sumenten avancieren. Also zu Menschen die sich bewusst mit ihrem zu kaufenden oder gekauften Produkt auseinandersetzten möchten. Sie wollen eintauchen in die Tiefe der Produkte und Hintergründe und Geheimnisse darüber erfahren. Dies gelingt natürlich nur dann wenn ein Unternehmen auch spezielle Geheimnisse und interessantes Wissen zu erzählen hat. Willkommen in der Wissensgesellschaft in der das Wissen sowie die Emotion und nicht mehr das gelieferte Produkt im Vordergrund steht. 

4.) CROSS INNOVATION: Erfahrungs-Austausch-Gruppen haben langsam ausgedient. Denn der Austausch von Erfahrung innerhalb einer gleich ausgerichteten Gruppe führt zu Misserfolg durch Anpassung. In Zukunft werden jene Unternehmen erfolgreich sein die sich nicht an der eigenen Branche orientieren, sonder Querfeldein ihre Fühler ausstrecken. So hat z.B. ein kleines Unternehmen in Oberösterreich die alt eingesessene Reinigungs-Branche revolutioniert. Drei Betreiber, jeweils nicht aus der Branche, haben sich überlegt warum sie jedesmal ihren Anzug in die Reinigung bringen müssen. Prompt haben die drei ein Unternehmen gegründet dass Kleidung abholt, reinigt und wieder bringt. Auf diese Idee ist in der Branche selbst noch niemand gekommen, weil man sich via Benchmark nur an der eigenen Branche orientiert hat. Das Unternehmen schlägt am Markt voll ein weil es eine essentielle Sehnsucht von Kunden bedient: Zeit sparen. 

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Smart Being

September 2, 2007

Wohnen wird in Zukunft smarter. Das ist uns heute schon klar, denn die Technologie lässt nicht locker uns mit tollen und faszinierenden Errungenschaften den Tag leichter und schöner zu machen. Doch haben wir auch verstanden, welchen Einfluss das Wohnen tatsächlich auf unsere Leben hat? In meiner Studie „Living in the Future“ habe ich den Einfluss von Räumen auf uns Menschen thematisiert. Vertieft man sich darin kann die Bedeutung der Wirkung von Räumen (und Wohnungen) auf den einzelnen Bewohner gar nicht hoch genug bewertet werden. Eine Wohnung ist ein Netz aus komplexen Zusammenhängen: Eigentümer, Bewohner, Geschichten, Farben und Formen, Umgebung, Gestaltung, Größe und Einteilung. Und da wären dann noch undurchsichtige Verbindungen wie Erdstrahlung, Elektrosmog und dergleichen. Umso mehr wächst die Bedeutung, mit der zunehmenden Anforderung, dass eine Wohnstätte zum Ankerplatz unserer Energie avanciert.